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Häufig gestellte Fragen (FAQ) |
- Wie lange dauert die BvB – Maßnahme mit Internat?
- Was kann ich nach Feierabend im Internat machen?
- Wie viele Jugendliche schlafen in einem Zimmer?
- Wie sind die Zimmer des Internats ausgestattet?
- Muss ich die Bettwäsche mitbringen?
- Wie ist das mit der privaten Kleidung und Arbeitskleidung?
- Was und wann gibt es zu Essen?
- Wie sieht ein ganz normaler Arbeitstag aus?
- Wann muss ich nach der Wochenendheimfahrt wieder zurück sein?
- Gibt es Ferien?
- Kann ich auch Besuch empfangen?
- Kann ich eine Fachwerkerausbildung aufnehmen, wenn ich davor nicht in der BvB in Himmelthal war?
- Wer hilft mir in der Ausbildung, wenn ich in der Schule nicht richtig mitkomme?
- Gibt es auch ein Betriebspraktikum?
- Hat „Kloster Himmelthal“ was mit Kirche zu tun?
- Wie weit ist die nächste Großstadt entfernt?
- Was sind Unterschiede zwischen Internat und heilpädagogischer Wohngruppe?
- "Was läuft tagsüber, wenn ich in einer heilpädagogischen Wohngruppe bin?
- Spielt mein Wohnort eine Rolle, wenn ich eine Förderung in Himmelthal in Anspruch nehmen möchte?
- Wie lange dauert die BvB – Maßnahme mit Internat?
Die Maßnahmedauer beträgt normalerweise 11 bis 18 Monate. Sie kann jedoch auch kürzer und länger sein. Im Verlauf der Maßnahme wird dies gemeinsam mit den Bildungsbegleitern und der Berufsberatung besprochen und festgelegt. Eine Förderung über 18 Monate gibt es nur sehr selten.
- Was kann ich nach Feierabend im Internat machen?
Einmal in der Woche nimmst du mit deiner Gruppe an einem gemeinsamen Gruppenabend teil. Mit dem eurem Gruppenerzieher wird besprochen was man macht. Beispiele: Kegeln, Kinobesuch, Geburtstagsfeiern, Grillen, Billardturnier, DVD Abend, Nachtwanderung, Pizza backen und vieles mehr. An den anderen Abenden bieten wir offene Freizeitangebote an: Z.B. Fitnesstraining in unserm „Kraftraum“, Fußballgruppe, sportliche Betätigung in der kleinen Sporthalle, Musizieren im Musikraum, Computerraumnutzung (z.B. Internet), Billard, Tischtennis, Kicker im Freizeitraum spielen, Fernsehen, Weggehen (Ausgangsende 21:00) und vieles mehr.
- Wie viele Jugendliche schlafen in einem Zimmer?
Im Internat haben wir nur Zweibettzimmer. Ein Zimmertausch ist einige Wochen
nach der Aufnahme grundsätzlich möglich, z.B. wenn man sich mit einem andern
Jugendlichen angefreundet hat.
In der heilpädagogischen Wohngruppe hat jeder Jugendliche ein Einzelzimmer
mit einer Grundausstattung, das er als sein "zu Hause" persönlich einrichten
und gestalten kann.
- Wie sind die Zimmer des Internats ausgestattet?
In allen Zimmern haben wir zwei fest eingebaute Betten- und Schreibtischkombinationen, mit Ablage und Verstaumöglichkeiten. Die Möbel sind aus massivem Buchenholz gefertigt und machen eine wohnliche Atmosphäre. Im Vorraum des Zimmers sind noch zwei abschließbare Einbauschränke, ein Waschbecken und Spiegel. Die Duschen und Toiletten befinden sich auf dem Flur.
Wir begrüßen es, wenn die Zimmer persönlich ausgestaltet werden, z.B. mit Bildern, Postern, Vorhängen, Pflanzen.
- Muss ich die Bettwäsche mitbringen?
Nein, die Bettwäsche wird von uns gestellt und alle 2 Wochen gewechselt. Du musst allerdings dein Bett selbst beziehen und abziehen. Auch das tägliche Bett machen gehört natürlich dazu.
- Wie ist das mit der privaten Kleidung und Arbeitskleidung?
Jeder Jugendliche im Internat benötigt genügend private Kleidung (Unterwäsche, Oberbekleidung, Sportsachen). Jeden Freitag (wer auf eigene Rechnung heimfährt) oder bei den 14-tägigen Familienheimfahrten (zahlt die Arbeitsagentur) kann sie zum Waschen mit nach Hause genommen werden. Wer am Wochenende im Internat bleibt, kann seine verschmutzte Wäsche auch selbst waschen. Die Erzieher helfen dabei. Das gleich gilt für die Arbeitskleidung; sie wird allerdings von uns gestellt.
- Was und wann gibt es zu Essen?
In unserem Speisesaal gibt es für alle Jugendlichen der BvB und der
Ausbildung um 06:50 Frühstück, um 12:00 Mittagessen und von 17:15 bis 18:00
Abendessen. Die Teilnahme am Abendessen ist keine Pflicht. Wer will kann
sich auch in der Gruppenküche selbst etwas zubereiten oder einfach mal eine
Fertigpizza in den Backofen schieben. Zum Frühstück gibt es u.a. Brötchen,
Butter, Marmelade, Käse, Wurst, Müsli, Kaffee, Kaba. Beim Mittagessen -
bestehend aus einem Hauptgericht (meist mit Salat oder Gemüse aus eigenem
Anbau) und Suppe oder Nachtisch - kann zwischen einem Normalgericht und
einem vegetarischen Gericht gewählt werden. Zum Abendessen gibt es z.B.
verschiedene Käse- und Wurstplatten mit Brot, heiße Bockwurst, Fisch oder
Eier, Pizza und vieles mehr. Am Berufsschultag gibt es abends ein warmes
Essen. Bei allen Mahlzeiten gibt es Tee, Wasser, Saft. Die Getränke können
auch in Flaschen abgefüllt und z.B. für die Werkstattpause mitgenommen
werden. Genauso kann sich jeder beim Frühstück selbst Pausenbrötchen
belegen. Bei allen Mahlzeiten gibt es auch ein Angebot ohne Schweinefleisch.
- Wie sieht ein ganz normaler Arbeitstag aus?
Die BvB - Teilnehmer und Azubis haben eine 39 - Stunden - Woche. Die Arbeit beginnt um 07:30 die in den Werkstätten. Um 10:00 gibt es eine 15 - minütige Pause. Dann geht es weiter bis 12:00. Nach dem Mittagessen geht es um 12:40 weiter bis 15:00. Nach einer weitern 15 – minütigen Pause wird dann gearbeitet bis 17:00. Freitags ist allerdings bereits um 14:00 Feierabend.
- Wann muss ich nach der Wochenendheimfahrt wieder zurück sein?
Die BvB Teilnehmer müssen bei den alle 2 Wochen stattfindenden Familienheimfahrten montags morgens um 07:30 hier sein. An den anderen (freiwilligen Heimfahrten) bereits am Sonntag Abend um 21:00. Die Azubis müssen immer erst montags um 07:30 zurück sein.
- Gibt es Ferien?
Es geht ja um Berufsvorbereitung oder Ausbildung; deshalb gibt es keine Ferien sondern 30 Tage Urlaub im Jahr. Die Zeiten werden von uns einheitlich festgelegt. In der Regel machen wir an Weihnachten, Ostern, Pfingsten und im Herbst (Allerheiligen) ca. 1 Woche Urlaub; im Sommer gibt es 3 Wochen.
- Kann ich auch Besuch empfangen?
Nach Feierabend (nur nicht am Gruppenabend) oder auch am Wochenende kann dich gerne jemand besuchen. Sag dem Erzieher Bescheid.
- Kann ich eine Fachwerkerausbildung aufnehmen, wenn ich davor nicht in der BvB in Himmelthal war?
Die meisten Azubis waren bei uns zunächst in der BvB. Dies ist jedoch nicht unbedingt notwendig. Die Entscheidung über eine Anmeldung trifft die Berufsberatung.
- Wer hilft mir in der Ausbildung, wenn ich in der Schule nicht richtig mitkomme?
Neben dem Berufsschulbesuch hast du bei unserer Lehrkraft einmal wöchentlich in der Arbeitszeit und einmal in der Freizeit zusätzlichen Förderunterricht. Auch die Ausbilder und unsere Sozialpädagogen unterstützen dich. Voraussetzung ist jedoch dein Interesse und die Bereitschaft zum Üben und Wiederholen. Im Internat könnt ihr auch als Lerngruppe durch die Erzieher unterstützt werden
- Gibt es auch ein Betriebspraktikum?
Alle Jugendlichen der BvB gehen auch ins Praktikum. Die Dauer und die Anzahl wird mit unseren Bildungsbegleitern vereinbart (mindestens einmal 3 – 4 Wochen). Das Praktikum kann auch an deinem Wohnort durchgeführt werden. Es ist gut, sich selbst nach Betrieben umzuschauen; wir helfen aber auch.
Bei den Azubis gibt es deutlich mehr Einsätze in Betrieben (mind. 40 Tage im Jahr). Die Werker im Gartenbau arbeiten z.B. an einem Tag wöchentlich im Partnerbetrieb. Bei der Ausbildung legen wir großen Wert auf das Arbeiten im betrieblichen Alltag.
- Hat „Kloster Himmelthal“ was mit Kirche zu tun?
Nein, wir sind keine religiöse Einrichtung.
Früher (von 1232 bis 1601) war
dies hier ein Zisterzienserinnenkloster. Seit 1974 (Internatsneubau,
Renovierung) werden berufsbildende Maßnahmen mit Internatsunterbringung
durchgeführt.
- Wie weit ist die nächste Großstadt entfernt?
Aschaffenburg ist gut 20 Kilometer entfernt. Mit dem Bus (wir haben die Bushaltestelle vor dem Haus) und Zug braucht man ca. 45 – 50 Minuten. Die Berufsschule findet in Aschaffenburg statt. Dieser Tag bietet oft eine gute Gelegenheit für einen Besuch in der „Citygalerie“.
- Was sind Unterschiede zwischen Internat und heilpädagogischer Wohngruppe?
Die Internatsunterbringung wird in der Regel von der Arbeitsagentur, die heilpädagogischen Wohngruppen werden von den Jugendämtern bezahlt.
Die Internatsunterbringung mit Berufsvorbereitung dauert in der Regel 11 – 18 Monate, mit Fachwerkerausbildung 3 Jahre.
Das Verweildauer in den heilpädagogischen Wohngruppen wird in jedem Einzelfall mit dem Jugendamt (Hilfeplanverfahren) abgestimmt.
Die Förderung in den heilpädagogischen Wohngruppen ist intensiver; in jeder Gruppe sind 5 pädagogische Fachkräfte für die jungen Menschen da.
In den heilpädagogischen Wohngruppen werden die Mahlzeiten überwiegend in den Gruppen eingenommen. Die Internatsteilnehmer essen immer im Speisesaal.
Die Unterbringung in den heilpädagogischen Wohngruppen ist großzügiger gestaltet. Jeder hat sein Einzelzimmer, das persönlich gestaltet werden kann.
Die Urlaubs- und Heimfahrtsregelung in den heilpädagogischen Wohngruppen berücksichtigt die jeweilige Situation im Elternhaus.
- Was läuft tagsüber, wenn ich in einer heilpädagogischen Wohngruppe bin?
Die jungen Menschen der heilpädagogischen Wohngruppe 1 (HeiWo) nehmen entweder an einer BvB oder Fachwerkerausbildung bei uns teil. Möglich ist auch (bei vorliegender Eignung) die Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit oder Ausbildung im Betrieb. Falls sie noch schulpflichtig sind, besuchen sie die entsprechende Schule im Nachbarort.
Die Kinder und Jugendlichen der heilpädagogischen Wohngruppe 2 (SchuZ), die immer schulpflichtig sind, besuchen die Schule zur Erziehungshilfe hier in Himmelthal.
- Spielt mein Wohnort eine Rolle, wenn ich eine Förderung in Himmelthal in Anspruch nehmen möchte?
Nein!
Bei der Internatsunterbringung mit einer BvB oder Fachwerkerausbildung wendet man sich an seine örtliche Arbeitsagentur.
Bei den heilpädagogischen Wohngruppen an das örtliche Jugendamt.
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